MÜHLENTYPEN

Mühlentypen:
In Papenburg steht mit der Meyers Mühle noch eine Mühle der Galerie-Holländer. Sie steht auf dem Mühlenplatz zwischen Hauptkanal und dem Stadtpark. Erbaut ist die Mühle durch den Müller H.G.Vosberg im Jahre 1888 und 1999 von der Stadt gekauft. In den Jahren 2000 bis 2001 wurde die Mühle aufwendig saniert und wieder funktionsfähig instandgesetzt. Die Galerie, die Kappe sowie die Flügel mussten neu erstellt werden. Das Mahlwerk war noch weitgehend im Originalzustand. Heute dient diese funktionsfähige Windmühle Ausstellungszwecken.

Vervollständigt wurde das Mühlenensemble durch den Neubau eines Backhauses mit Nebengebäude und Toiletten.

Der Besucher kann in der Mühle das hauseigene Mühlenbrot erwerben.

Mit Meyers Mühle ist der Region ein äußerst technisches Denkmal erhalten geblieben. Hervorzuheben ist dabei der für diese Gegend schon vorhandene ungewöhnliche Stand der Mühlentechnik. Die Mühle verbindet in einzigartiger Weise klassischen regionalen Mühlenbau mit moderneren, damals neu aufgekommenen Vermahlungssystemen. Unter den Maschinen sind etliche sehr seltene Stücke. Dazu gehört in erster Linie der noch vorhandene Walzenstuhl, einer der ältesten erhaltenen in Niedersachsen. Beeindrucken sind dabei auch die sehr alten Sichtmaschinen. Dem fortschrittlichen maschinellen System der Mühle ist parallel auch ein neuartiges Betriebssystem installiert worden, da hier durch die umliegende Bebauung und Bepflanzungen ein erhöhter Windschatten entstanden ist.

Die in der Wiek stehende Bockwindmühle (auch Ständer- oder Kastenmühle bezeichnet)ist der älteste Windmühlentyp in Europa. Kernmerkmal dieses Mühlentyps ist, dass das gesamte Mühlenhaus auf einem einzelnen Pfahl steht, der senkrecht in einem unterhalb der eigentlichen Mühle befindlichen hölzernen Stützgestell (dem namengebenden „Bock“) befestigt ist. Auf dem Bock steht die gesamte Mühlenmaschinerie mittels der Hebelwirkung des Außenbalkens in den Wind gedreht werden.

Früheste Erwähnungen von Bockwindmühlen gibt es in Belgien und Nordfrankreich zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Im deutschen Raum traten sie erstmalig seit dem 15.Jahrhundert auf und wurden normalerweise zum Mahlen von Getreide verwendet.

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