HISTORIE

Meyers Mühle (Galerieholländer)
Meyers Mühle hat eine interessante Geschichte. Sie wurde 1888 als dreistöckiger Galerieholländer gebaut. Schon nach wenigen Jahren wurde sie wieder stillgelegt. Als allerdings im Jahre 1905 die große Holländermühle der Familie Abrams nahe dem Splittingkanal abbrannte und nun jede Mahlkapazität benötigt wurde, wurde sie vom damaligen Besitzer Samson wieder in Betrieb genommen. Aber schon 1906 ging der Betrieb in den Besitz von Christoph Meyer über, dessen Söhne die Mühle ebenfalls weiterführten. So war die Mühle bis 1945 in Betrieb. 1949 wurden Flügel, Kappe und Galerie entfernt. Die Mühle wurde nun mit elektrischer Antriebskraft erneut in Betrieb genommen und die Familie Meyer führte dort den Landhandel.
Im Jahre 1999 wurde sie von der Stadt gekauft, aufwendig saniert und instandgesetzt, so, wie sie heute zu sehen ist.

Unterbau
Die Mühle besitzt einen dreigeschossigen, in drei Böden unterteilten Unterbau aus Ziegelstein: Erdgeschoss, darüber Mehlbock, Transmissionsboden mit Walzenstuhl und Steinboden Da die Mühle über einen Peldegang verfügt, ist dieser Steinboden doppelt ausgeführt.

Galerie

Da die Mühle mit einem Stert vorgedreht wurde, war die Galerie als „Krühgalerie“ mit starken Balkenmaßen gefertigt. Die Galerie wurde u.a. auch errichtet, um in die Flügel die Segel anzubringen, damit diese sich drehen können.

Kappe
Die Kappe ist in Bootsform gebaut und entspricht der üblichen Bauweise. Die Eindeckung besteht aus mit Teerpappenbelag überzogenen Verbretterung.

Windantrieb
Die Flügel bestehen aus je zu 1/3 Windbretter und 2/3 Segeltuch.

Technische Einrichtung

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Inneneinrichtung, die größtenteils noch aus der Ursprungszeit der Mühle um 1888 stammt. Interaktive Informationen bieten interessante Hinweise über die Geschichte und das Betreiben der Mühle.

Bockwindmühle
Die erste Papenburger Bockwindmühle wurde im Jahre 1787 vom Reichsherrn von Landsberg Velen zur Nutzung als Kornwindmühle erbaut. Nach vielseitigem Eignerwechsel kauft die Papenburger Familie Mauer 1893 die Mühle vom damaligen Kapitän Sürken und betreibt sie bis Anfang des zweiten Weltkrieges weiter. Zum Kriegsende wird sie unter Beschuss genommen und erheblich beschädigt, so dass dann 1945 die ursprüngliche Bockwindmühle abgerissen wird. Im Jahre 1965 wird die im Jahre 1709 in Niederlangen gebaute baugleiche Bockwindmühle nach Papenburg geholt und dort beheimatet.
Die Bockwindmühle hat 2 Besonderheiten: Sie dreht sich im Gegensatz zu Holländerwindmühlen mit dem kompletten Mühlenkörper im Wind. Zudem drehen sich ihre vier Segelflügel im Uhrzeigersinn- und nicht wie sonst üblich – entgegengesetzt. Die Bockwindmühle besitzt heute noch einen urtümlichen Schrotgang, in dem früher Roggenbrot zum Backen von Schwarzbrot gemahlen wurde.

 

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